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Triathlon der IG Mühlenradweg Erftal

Trotz eisiger Kälte gute Resonanz beim Triathlon der IG Mühlenradweg

Auch winterliche Kälte konnte die 21 Teilnehmer am Samstag, 06. April, vom Erftal-Triathlon der IG Mühlenradweg „Radfahren, PKW-Shuttle, Wandern“ nicht abhalten.
Mit dieser Aktion machte die Interessengemeinschaft Mühlenradweg Erftal wieder einmal auf den fehlenden Radwegabschnitt auf baden-Württembergischem Gebiet zwischen Hardheim und Riedern aufmerksam.

Die Teilnehmer fuhren zunächst mit ihren Fahrrädern von der Steinemühle in Hardheim über den noch nicht vollendeten ersten  Abschnitt des Erftalradweges  bis zur Wohlfahrtsmühle und weiter  bis zur Lindenmühle.
Um den kurvenreichen, unübersichtlichen  Streckenabschnitt zwischen  der Lindenmühle und Riedern zu meiden, wurden die Teilnehmer per PKW-Shuttle bis zur Breitenau gebracht und von dort wurde auf der künftigen Radwegtrasse durch den Wald nach Riedern gewandert.

Hierbei konnte man viele Eindrücke von dem Radwegeverlauf und der damit verbunden Schönheit des Erftals gewinnen. Im Gasthaus Hirschen wurde dann bei einem gemütlichen Beisammensein über das ewige Thema „Wann können wir den Radweg endlich durchgehend befahren?“ diskutiert und man war sich einig: „Wege verbinden auch  Menschen“.
Während beispielsweise von bayrischer Seite öfter zu hören war: „Wir würden gerne mal mit dem Fahrrad zum Eis essen nach Hardheim fahren, freuen sich die Radler auf Baden-Württembergischer Seite auf eine schöne Tour  ins Maintal  und vielleicht auch  abschnittsweise mit dem Bähnle weiter nach Walldürn oder über Wertheim nach Tauberbischofsheim.
Bürgermeister Winkler aus Eichenbühl ließ seine Grüße an die Teilnehmer aus dem Baden-Württembergischen Erftal übermitteln. Am Abend ging es dann per PKW-Shuttle zurück bis zur Lindenmühle und von dort wieder mit dem Fahrrad zum Ausgangspunkt nach Hardheim.

Die unfreiwilligen Triathleten waren sich einig: „Wir wollen endlich die gesamte Strecke mit dem Fahrrad befahren können“ und hofften, dass die beiden anderen Disziplinen bald der Vergangenheit angehören.

Während auf bayrischer Seite der Radweg im Erftal von Miltenberg bis Riedern bereits durchgängig vorhanden ist, wurde vom Gemeinderat in Eichenbühl am 03.04 2013 der Ausbau des letzten Abschnittes von Riedern bis zu der im Wald gelegenen Landesgrenze nach Baden-Württemberg beschlossen. Diese Maßnahme mit Gesamtkosten von  400.000,-€ wird vom Land Bayern mit 80% und vom Lankreis Miltenberg mit 15% der Kosten gefördert. Im Gegensatz zu Bayern liegt in Baden-Württemberg die Entscheidungskompetenz beim Land.
Da Aspekte, wie „Verkehrssicherheit, Lückenschluss des Radwegnetzes, sowie hohe touristische Bedeutung“ geforderte Förderkriterien erfüllen, wurde vom Ministerium, für Verkehr und Infrastuktur dem Lückenschluss im Erftal höchste Priorität eingeräumt, so dass dieser noch im Jahr 2013 begonnen werden soll. Laut einer Mitteilung vom Regierungspräsidium Karlsruhe werden die Mittel  maßnahmenscharf vom Ministerium für Verkehr und Infrastruktur zugewiesen.
Einem Pressebericht der Fränkischen Nachrichten vom 05.04.2013 zufolge beabsichtigt die Landesregierung im laufenden Jahr 18 Millionen Euro in den Ausbau der Radwege im Land zu investieren.
Die Interessengemeinschaft Mühlenradweg Erftal  erhofft sich natürlich, dass man die bayrischen Vorleistungen  auf Baden-Württembergischen Gebiet zeitnah weitergeführt und damit die Vernetzung mit dem Maintalradweg, dem Taubertalradweg und dem Grünkernradweg endlich vollzieht, zumal dort auf Hardheimer Gemarkung entsprechende Wege größtenteils vorhanden sind.

In einem Schreiben vom 18.01.2013 von Staatssekretärin, Frau Dr. Gisela Splett,  an den Landrat des Kreises Miltenberg, Roland Schwing, wurde signalisiert, dass in 2013 auch der zweite Abschnitt des Radweges im Erftal in Angriff genommen werden soll, nachdem der erste Bauabschnitt von Hardheim bis zur Wohlfahrtsmühle erfreulicherweise bereits vorgezogen im Jahr 2012 begonnen wurde und hoffentlich nach dem lang andauernden Winter bald vollendet werden kann.

Diese positive Auskunft aus Baden-Württemberg an den Landrat des Kreises Miltenberg, Roland  Schwing,  war sicherlich auch ein wichtiges Kriterium für die Entscheidungsträger der Gemeinde Eichenbühl/By für den  restlichen Ausbau bis zur Landesgrenze, zu stimmen, in der Erwartung, dass es auch in Baden-Württemberg weitergeht.
Nach  Informationen der IG soll der Ausbau von Riedern bis zur Landesgrenze bereits im August/September erfolgen.
Die IG Mühlenradweg Erftal hofft, dass das Ministerium für Infrastruktur und Verkehr  in Baden-Württemberg  die finanziellen Mittel hierfür ebenfalls zeitnah  zur Verfügung stellt, um den Radwegeanschluss an das Land Bayern herzustellen, auf welchen die Bevölkerung bereits seit über 30 Jahren sehnsüchtig wartet.